Freitag, 12. Dezember 2008

“Konkordanz gerettet”




Ich schätze die “Weltwoche“, sie setzt die Themen interessant, die Artikel sind häufig gut recherchiert und beleuchten Themen aus verschiedenen und ungewohnten Perspektiven. Bei den letzten beiden Titeln sträubten sich mir jedoch die Haare. Die „Weltwoche“ übernahm die Parteibotschaft der SVP gleich auf dem Titelblatt. Ich habe immer bestritten, dass die „Weltwoche“ Sprachrohr der SVP sei, doch dieser Tage fällt es schwer: Die Linken und (breite) Teile der Mitte wollen die Konkordanz zerstören. Dabei muss der „Weltwoche“ (unerklärlicherweise) völlig entgangen sein, dass das Parlament ausschliesslich Kandidaten der SVP wählte. Das Parlament hat deutlich bewiesen, dass es zur Konkordanz steht.

Toni Brunner von der SVP geht noch einen Schritt weiter und kündigt an, bei der nächsten Bundesratswahl keinen SP Kandidaten zu unterstützen, da diese ja ihren Kandidaten auch nicht gewählt hätten. Er fordert einen zweiten Bundesratssitz für die SVP zu Lasten der SP. Das widerspricht jedoch klar der Konkordanz, da die SP mit ihren 21.5% Wahlanteil Anspruch auf zwei Sitze hat und die SVP dann gleich drei Politiker im Bundesrat hätte, die SVP Politik betreiben. Zudem wage ich zu bezweifeln, dass die SVP in der nächsten Legislaturperiode noch 30% Wähleranteil haben wird.
Rein arithmetisch müsste der Bundesrat wie folgt aussehen:

Grüne 1
SVP 2
SP 2
FDP 1
CVP 1

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