Mittwoch, 23. Januar 2008

Hunger bekämpfen in Nepal




Eine Partnerorganisation von Fastenopfer hilft Bäuerinnen und Bauern in den ärmsten Regionen Nepals den Ernährungsplan und die Anbautechniken zu verbessern, um Hungersnöte zu vermeiden. Dieses Projekt wird durch Pfarreien im Kanton St. Gallen unterstützt.

In der ökumenischen Fastenkampagne vor Ostern sammeln Pfarreien und Kirchgemeinden in der Schweiz Spenden für Benachteiligte im Süden Das Fastenopfer finanziert und begleitet rund 350 Projekte in 16 Ländern weltweit. Eine spezielle Form der Mitfinanzierung sind konkrete Projekte, die von einzelnen Pfarreien getragen werden.

Verbesserte Ernährung Dank Gemüseanbau
Fehlende Nahrungsmittelproduktion und Infrastruktur sind nur zwei Gründe, warum die Menschen im Musdiu Tal in Nepal immer wieder Hunger leiden müssen. Die Bäuerinnen und Bauern bauen oft nur Mais und Hirse an. Die einseitige Ernährung führt dazu, dass viele Kinder und schwache Menschen erkranken. . Mit Unterstützung einer Partnerorganisation des Fastenopfers, lernen in der Gemeinde Rara daher insgesamt 250 Haushalte ihren Ernährungsplan umzustellen. Frauen und Männer pflanzen in Küchengärten Tomaten, Kohl, Zwiebeln und Karotten an. Zudem lernen die Bäuerinnen und Bauern auch, traditionelle und dem Klima angepasste Getreidesorten und Hülsenfrüchte anzubauen. Angepasstes Saatgut, Kompost und Kleinstbewässerungsanlagen tragen dazu bei, die Produktion zu erhöhen. Der Anbau von Gemüse bereichert nicht nur den Tagesteller, sondern beugt auch Krankheiten vor. Denn ein funktionierendes Gesundheitswesen existiert in dieser Region Nepals noch nicht.

Nachhaltige Wirkung
Dieses Projekt liefert keine Nothilfe, sondern versucht die Situation der Menschen vor Ort grundlegend zu verbessern. Antonio Hautle, Direktor vom Fastenopfer, unterstreicht die Bedeutung der einzelnen Projekte in den Regionen. „Die Erfahrung hat gezeigt, dass ein Projekt nur dann nachhaltig Wirkung erzielt, wenn es von einer Gemeinschaft getragen wird. Daher zielt das Fastenopfer auf die Stärkung von lokalen Dorfstrukturen und anderen Gruppierungen, in denen sich Menschen engagieren.“

Weitere Informationen
Das Fastenopfer betreut und unterstützt 350 Projekte in 22 Ländern. Im Vordergrund stehen dabei der Aufbau und die Stärkung von Gemeinschaften. Das Hilfswerk finanziert sich hauptsächlich durch Spenden und Legate.

Keine Kommentare: