Mittwoch, 4. März 2009
We feed the World
Jean Ziegler, UNO Sonderberichterstatter: "Die Schweiz hat eine sehr leistungsfähige, aber von der Grösse her beschränkte Landwirtschaft, das heisst dass, das Brot, welches wir essen... zu vier fünfteln kommt das Korn aus dem Ausland und wo kommt es her seit ein paar Jahren? ... Es kommt aus Indien. Indien! Und Indien, wenn sie die UNO Statistik anschauen hat über 200 Millionen permanent schwerst unterernährter Menschen." Den ganzen Film gibts auf www.kino.to, wie jede Menge andere Filme auch.
Mehr Infos:
Regierung räumt katastrophale Überfischung ein
WWF: Überfischt
"Aus kurzsichtigen wirtschaftlichen Überlegungen verhindern einzelne Länder seit Jahren, dass Fangquoten nach wissenschaftlichen Empfehlungen festgelegt werden."
Sonntag, 11. Januar 2009
Kleines, sonnengelbes Mädchen
„Gelb, tropisch, aussergewöhnlich“ – die Geschichte von Chiquita Banana, dem kleinen, gierigen Mädchen, das schnell gross und hungrig wurde.
Auf die Welt kam Chiquita, was auf Spanisch „kleines Mädchen“ bedeutet, im Jahr 1944 in den USA. Chiquita war vorerst nur der Name eines Produktes: Bananen, die durch den US-Multi, United Fruit Company, vertrieben wurden. Nach dem Durchbruch der Chi-quita Banana in Europa und Nordamerika, übernahm die United Fru-it Company den Namen des erfolgreichen Produktes gleich selber und war fortan: Chiquita Brands International.
Chiquita ganz gross
Die Idee, eine Frucht mit einem Namen und einem niedlichen Ge-sicht auszustatten, fand anklang. Die fröhliche, kleine Banane tanzte ab den 50er Jahren über die Bildschirme. Der tropischen Musik und dem süssen schmackhaften Lächeln der „Miss Chiquita“ konnte kaum jemand widerstehen und so kannten bereits im Jahr 1973, 90 Prozent der europäischen Konsumenten den Namen Chiquita. Später wurde die lustige Trickfilmbanane von einer etwas ernsteren Lady als Firmensymbol abgelöst, gerade rechtzeitig, um den zunehmend scharfen Vorwürfen entgegenzutreten.
Saurer Beigeschmack
Die Unterstützung von Paramilitärs in Kolumbien, umweltschädliche Monokulturen, Ausbeutung der Arbeiterschaft, das Verspritzen von Pestiziden auf Plantagen ¬¬– harte Vorwürfe, die immer mehr am Image der „Miss Chiquita“ nagten. Doch Chiquita Brands Internati-onal bemüht sich, die alte, braun gewordene Schale abzustreifen und beginnt ab den 90er Jahren mit Umweltverbänden zusammenzuar-beiten. „Der Krake“, so wurde Chiquita damals auch bezeichnet, wurde langsam zum grünen niedlichen Frosch, der als Galionsfigur alle ökologischen Zweifel von beginn weg ausräumen soll.
Der süsse Frosch hüpft in Werbeclips über die Fernsehschirme, sieht dabei unschuldig aus wie damals die Banane. Die Musik ist fröhlich wie damals, als das Geld für die Terrororganisation AUC in Kolum-bien sprudelte und das Destabilisieren von Regierungen, der wirt-schaftlich schwachen Länder Zentralamerikas, Teil der Strategie war. Die Frage ist, was sich bei Chiquita wirklich geändert hat. Das Chiquita Lied zumindest ist noch dasselbe wie vor 50 Jahren.
Auf die Welt kam Chiquita, was auf Spanisch „kleines Mädchen“ bedeutet, im Jahr 1944 in den USA. Chiquita war vorerst nur der Name eines Produktes: Bananen, die durch den US-Multi, United Fruit Company, vertrieben wurden. Nach dem Durchbruch der Chi-quita Banana in Europa und Nordamerika, übernahm die United Fru-it Company den Namen des erfolgreichen Produktes gleich selber und war fortan: Chiquita Brands International.
Chiquita ganz gross
Die Idee, eine Frucht mit einem Namen und einem niedlichen Ge-sicht auszustatten, fand anklang. Die fröhliche, kleine Banane tanzte ab den 50er Jahren über die Bildschirme. Der tropischen Musik und dem süssen schmackhaften Lächeln der „Miss Chiquita“ konnte kaum jemand widerstehen und so kannten bereits im Jahr 1973, 90 Prozent der europäischen Konsumenten den Namen Chiquita. Später wurde die lustige Trickfilmbanane von einer etwas ernsteren Lady als Firmensymbol abgelöst, gerade rechtzeitig, um den zunehmend scharfen Vorwürfen entgegenzutreten.
Saurer Beigeschmack
Die Unterstützung von Paramilitärs in Kolumbien, umweltschädliche Monokulturen, Ausbeutung der Arbeiterschaft, das Verspritzen von Pestiziden auf Plantagen ¬¬– harte Vorwürfe, die immer mehr am Image der „Miss Chiquita“ nagten. Doch Chiquita Brands Internati-onal bemüht sich, die alte, braun gewordene Schale abzustreifen und beginnt ab den 90er Jahren mit Umweltverbänden zusammenzuar-beiten. „Der Krake“, so wurde Chiquita damals auch bezeichnet, wurde langsam zum grünen niedlichen Frosch, der als Galionsfigur alle ökologischen Zweifel von beginn weg ausräumen soll.
Der süsse Frosch hüpft in Werbeclips über die Fernsehschirme, sieht dabei unschuldig aus wie damals die Banane. Die Musik ist fröhlich wie damals, als das Geld für die Terrororganisation AUC in Kolum-bien sprudelte und das Destabilisieren von Regierungen, der wirt-schaftlich schwachen Länder Zentralamerikas, Teil der Strategie war. Die Frage ist, was sich bei Chiquita wirklich geändert hat. Das Chiquita Lied zumindest ist noch dasselbe wie vor 50 Jahren.
Dienstag, 6. Januar 2009
Freitag, 19. Dezember 2008
Freitag, 12. Dezember 2008
“Konkordanz gerettet”

Ich schätze die “Weltwoche“, sie setzt die Themen interessant, die Artikel sind häufig gut recherchiert und beleuchten Themen aus verschiedenen und ungewohnten Perspektiven. Bei den letzten beiden Titeln sträubten sich mir jedoch die Haare. Die „Weltwoche“ übernahm die Parteibotschaft der SVP gleich auf dem Titelblatt. Ich habe immer bestritten, dass die „Weltwoche“ Sprachrohr der SVP sei, doch dieser Tage fällt es schwer: Die Linken und (breite) Teile der Mitte wollen die Konkordanz zerstören. Dabei muss der „Weltwoche“ (unerklärlicherweise) völlig entgangen sein, dass das Parlament ausschliesslich Kandidaten der SVP wählte. Das Parlament hat deutlich bewiesen, dass es zur Konkordanz steht.
Toni Brunner von der SVP geht noch einen Schritt weiter und kündigt an, bei der nächsten Bundesratswahl keinen SP Kandidaten zu unterstützen, da diese ja ihren Kandidaten auch nicht gewählt hätten. Er fordert einen zweiten Bundesratssitz für die SVP zu Lasten der SP. Das widerspricht jedoch klar der Konkordanz, da die SP mit ihren 21.5% Wahlanteil Anspruch auf zwei Sitze hat und die SVP dann gleich drei Politiker im Bundesrat hätte, die SVP Politik betreiben. Zudem wage ich zu bezweifeln, dass die SVP in der nächsten Legislaturperiode noch 30% Wähleranteil haben wird.
Rein arithmetisch müsste der Bundesrat wie folgt aussehen:
Grüne 1
SVP 2
SP 2
FDP 1
CVP 1
Sonntag, 7. Dezember 2008
Blocher über sich: „Du bist der best geeignete. Sag ja!“

Bei der kommenden Bundesratswahl geht es um mehr als Personen, es geht ums Selbstverständnis der grössten Partei der Schweiz und um die politische Kultur. Blocher behauptet sogar um das politische System der Konkordanz, was richtig ist, doch nicht so wie Blocher es meint, die SVP untergräbt die Konkordanz, indem sie Ueli Maurer und Blocher aufstellt.
Fakt ist, die Blochersche Linie, welche Maurer auch vertritt, hat die SVP gross gemacht folglich hat sie Anspruch auf einen Bundesratssitz. Dass dem so ist, bestreiten SP, CVP und FDP nicht, sie betonen, dass die SVP diesen Anspruch hat, sie WOLLEN einen SVP Kandidaten wählen. Mit der Zweierkandidatur und dem Zusatz in den Parteistatuten, dass ein nichtvorgeschlagener SVP Politiker bei Annahme der Wahl aus der Partei ausgeschlossen wird, untergräbt die SVP die Wahlfreiheit des Parlaments, und damit auch die Konkordanz. Die Schweiz ist keine Parteiendemokratie, sondern eine Basisdemokratie, eine einzelne Partei kann und darf ihren Bundesrat nicht selber auswählen. Auch bei Volkswahlen haben es Hardliner schwer in Exekutiv-Ämter gewählt zu werden und das ist vor dem Parlament nicht anders: Ueli Mauerer wurde nicht Ständerat und Ulrich Schlüer nicht Nationalrat.
Genau das versucht die SVP aber mit diesem Zweierticket: einen Hardliner in den Bundesrat bringen. Dies obwohl das schweizerische System darauf angelegt ist, keine Extreme zuzulassen, was überaus wichtig ist. Beide Kandidaten sind zu Extrem und deshalb nicht für den Bundesrat geeignet (ebenso wenig wie der Sprengkandidat der Grünen): Ueli Maurer war massgeblich an kontroversen Plakatkampagnen beteiligt, die das politische Klima in der Schweiz nachhaltig verändert haben, er hat politische Personen persönlich und massiv angegriffen und ist für die Minarett- und die Ausschaffungsinitiative. Die Qualität einer Demokratie kann massgeblich daran gemessen werden wie sie mit Minderheiten umgeht. Der gute Umgang mit Minoritäten ist eine der grössten Errungenschaften der Schweiz und darf nicht aufs Spiel gesetzt werden.
Der Bundesrat ist keine Institution, in der einfach Parteipolitik betrieben werden darf. Der Sinn dieser Institution ist, dass kompromissfähige Leute gemeinsam pragmatische Lösungen finden und dann diese nach aussen vertreten. Das heisst nicht, dass nicht kontroverse Diskussionen stattfinden dürfen oder sogar müssen.
Ein Bundesrat hat eine Vorbildfunktion und muss im Notfall den Rechtsstaat und die Demokratie verteidigen, wie ist dies möglich, wenn man für die Sippenhaft ist?
Blocher betont, dass bei einer Nichtwahl seiner Selbst das Parlament die Verantwortung trägt, nichts ist logischer als das. Ich hoffe das Parlament ist mutig genug, trägt die Verantwortung und wählt für die Konkordanz einen mehrheitsfähigen linientreuen Politiker der SVP, den die SVP, bei einer Annahme der Wahl, leider wieder diskriminieren wird.
PS: Was hat diese Wahl mit der Wirtschaftskrise zu tun, wovor Blocher immerfort warnt und sogar droht? Ich hoffe doch, dass das Parlament den Geeignetsten wählt, Krise hin oder her.
Dienstag, 14. Oktober 2008
Montag, 6. Oktober 2008
Canopy in Costa Rica, Video von einem begeisterten Amerikaner
american: "what did u do this afternoon? we: "we were tired and chilled and read the whole afternoon", american: "wooooooooooooooooooouuuuuwwwwww", "where do u guys come from", we: "Switzerland". american: "woooooooooooouuuuuuuwwwww". Now I just say "wooouwwwwww, nice video Joe (the american)".... Aaaaaand here he is:
Montag, 29. September 2008
Zum Zweiten - Verflucht!!

In der Nähe dieses herrlichen Strandes (Quepos) liess ich mir den Rucksack abluchsen.
Es geschah nach sieben Wochen Reisen in Mittel-Amerika auf der letzten Busreise, einen Tag vor dem Heimflug. Beim Einstieg in den Bus waren unsere reservierten Sitzplätze bereits besetzt. Ein adrett gekleideter Herr mit Schnauzbart wies uns zwei neue Sitze zu und bestand darauf unsere Rucksäcke in der Gepäckablage verstauen zu dürfen. Mit dem Gedanken den Rucksack nach seiner Handlung sofort wieder auf die Knie zu nehmen, liessen wir in bereitwillig gewähren. Kurz nachdem er den Rucksack verstaut und sich entfernt hatte, klopfte jemand an die Fensterscheibe und deutete mir das selbige zu öffnen. Ich tat wie mir geheissen, in diesem Moment der Unaufmerksamkeit wurde der Rucksack mit all den Wertgegenständen entwendet. Als wir merkten was gespielt worden war, ungefähr zwei Minuten nach der Tat, war der Bus bereits unterwegs nach San Jose.
Übrigens ansonsten wars einfach traumhaft in Costa Rica und vor allem in Nicaragua, doch am spannendsten wars bestohlen zu werden... haha
Mittwoch, 24. September 2008
Volcano Santa Maria
Betende Einheimische, ein Gipfelgespräch mit el Clödel und ein gutes Sandwich auf dem 3700 m hohen Santa Maria.
Sonntag, 10. August 2008
Taschendiebe im Bus

Bild: Lago Atitlan, Guatemala
Na ja irgendwann musste es warscheinlich einfach passieren: Taschendiebe haben El Cloedel den i-Pod und mir das Portemonnaie geklaut. Zum Glueck hatte ich nur etwa 20 Dollar und die EC Karte im Portemonnaie, im anderen Hosensack hatte ich das Handy, was mich viel mehr geraeut haette. Wir haben uns zugegebenermassen zimlich dumm angestellt, doch trotzdem muss ich den Dieben eine gewisse Geschicklichkeit attestieren. Wir reisten mit all unserem Gepaeck in einem der zahreichen vollgestopften Linienbussen, die aus engen ausgedienten Schulbussen, wie sie bei den Simpsons zu sehen sind, bestehen. Wir sassen zuhinterst im Bus, ich am Fenster und Cloedel Richtung Gang. Ein freundlicher Herr quetschte sich im Gedraenge neben Cloedel und sprach in auf Spanisch an, sehr schnell merkte er, dass wir mit dem Spanischen noch einige Muehe hatten. Es war ein Gelaeuf und nach jedem Gedraenge sass auf einmal ein anderer neben Cloedel, alle sehr sympathisch und zu einem Schwaetzchen und zu Auskuenften gerne bereit. Schnell begriffen wir, dass hier etwas nicht stimmt und einer der Kerle tastete Cloedels Hosentaschen ab und versuchte als dieser das Busticket zahlen wollte mit einer flinken Bewegung etwas Geld ergattern, blieb aber zuerst erfolglos. Beim Aussteigen rufe ich Cloedel noch er solle ja seine Wertsachen festhalten. Der freundliche Herr gab mir den Vortritt und in dem Moment als ich aufstand und mit der Hand kurz aus der Hosentasche musste um mich festzuhalten, nahm mir einer mit einer flinken Bewegung das Portemonnaie aus dem Hosensack. Ich bemerkte es sofort und drehte mich um, doch da waren vier bis fuenf Personen und schauten mich an, ich begann zu fluchen (auf Schweizerdeutsch), verlangte mein Geld zurueck und versuchte die Aussteigenden am selbigen zu hindern, doch die liessen sich nicht beirren mit einem Seitenblick auf den Sitz wollte ich mich vergewissern, ob mein Portemonnaie nicht doch noch auf der Sitzbank ist, in diesem Moment draengeln die letzten an mir vorbei und suchen das Weite. Irgendwie haben sie es waehrend der etwa stuendigen Fahrt auch noch geschafft den i-Pod von Cloedel aus dem Rucksack zu stehlen. (vgl. El Cloedel.blogspot.com).
Das naechste Mal werden wir noch vorsichtiger sein, muehsam ist nur, dass man bei jedem freundlichen Wort wieder misstrauischer sein muss, das ist Schade, denn die meisten Guatemalesen sind sehr freundlich und hilfsbereit. Alle Erfahrungen mit Leuten in diesem wunderschoenen Land waren bisher durchwegs positiv, nur Schade sind wir heute an die falschen geraten.
Sonntag, 3. August 2008
Freitag, 1. August 2008
Samstag, 26. Juli 2008
Strandfussball
Veracruz am Am Strand. Die geben ganz schoen Gas die Mexikaner! Nach einer Viertelstunde zuschauen beim Fussballspiel auf Sand acht gegen acht, begann es mich gewaltig in den Fuessen zu jucken, so ist doch mein letzter Fussballeinsatz schon eine Weile her. Ich stellte mich also an den Feldrand, bereit zur Einwechslung und hatte Glueck, nach nur etwa zehn Minuten konnte ich fuer einen Erschoepften einspringen. Als Neuling und Gringo musste ich mich zuerst im Tor beweisen. Nach ein paar Paraden und einem gewagten Ausflug, bei dem ich gleich zwei Stuermer vernaschte, konnte ich endlich auf dem Feld mitmischen. Es ging richtig zur Sache so wie es mir gefaellt;-): Blutgraetschen, Weitschuesse und Bananenflanken a la Kaegi. Im Ernst, wenn nicht gleich abgespielt oder eine Fehler gemacht wurde fluchten die als ginge es um die Weltmeisterschaft. Zum Glueck verstehe ich nur wenig Spanisch.
Mit dem quirligen "el Suizo" hatten sie aber einige Muehe zu bekunden und ich konnte mit meiner filigranen Technik einige Punkte beim doch zahlreichen aber eher gesetzteren Publikum sammeln. Wie ernst es den Herren war, wurde nach einem rueden Foulspiel klar, als das Spiel beinahe in eine Schlaegerei ausartete. Im grossen und ganzen wurde aber doch sehr fair gespielt. An Einsatz und Kampfgeist sind sie unserem Weiherenfussball hoch ueberlegen, doch technisch sind die meisten nicht so versiert.
Nach zwei Nachtbusfahrten ueber Oaxaca von jeweils etwa 10 Stunden bin ich jetzt in einem von Kiefernwaeldern und Bergen umringten Staedtchen Namens San Cristobal de los Casas.
Mit dem quirligen "el Suizo" hatten sie aber einige Muehe zu bekunden und ich konnte mit meiner filigranen Technik einige Punkte beim doch zahlreichen aber eher gesetzteren Publikum sammeln. Wie ernst es den Herren war, wurde nach einem rueden Foulspiel klar, als das Spiel beinahe in eine Schlaegerei ausartete. Im grossen und ganzen wurde aber doch sehr fair gespielt. An Einsatz und Kampfgeist sind sie unserem Weiherenfussball hoch ueberlegen, doch technisch sind die meisten nicht so versiert.
Nach zwei Nachtbusfahrten ueber Oaxaca von jeweils etwa 10 Stunden bin ich jetzt in einem von Kiefernwaeldern und Bergen umringten Staedtchen Namens San Cristobal de los Casas.
Montag, 21. Juli 2008
Freitag, 18. Juli 2008
Angekommen
Was sollte man in einer Stadt wie Mexico City bestimmt nicht tun?
Man sollte nicht in ein Taxi einsteigen, das nicht als solches gekenntzeichnet ist oder? Doch genau dies habe ich schon kurz nach der Ankunft im Flughafen getan. Der Herr sah auch so freundlich aus, er wartete mit seinem Taxi-Ausweis beim Flughafenausgang und ich wartete auf das durch das Hostel bestellte Taxi, doch dieser Trottel kam nicht oder wartete am falschen Ort. Der freundliche Herr redete auf mich ein, wartete und ging immer weiter mit dem Preis runter. Schlussendlich sagte ich ihm, muede vom Flug, zu. Er fuehrte mich fuenf Minuten zu Fuss in eine Nebenstrasse und stieg in ein total verbeultes weisses Auto ein. Mit seiner grossen Brille, seinem sauber gebuegelten Hemd und seinen elegant geschnittenen Haaren sah der aeltere Herr alles andere als gefaehrlich aus. "Venga, Venga, Venga". Und so stieg ich halt trotzdem ein. Auf der fahrt hatte ich dann einige Adrenalinschuebe als er durch sehr aermliche und heruntergekommene Quartiere kurvte. Am Strassenrand boten sich Nutten mit grossen Ausschnitten feil. Viel viel mehr als zum Beispiel in Prag . Ich habe mir natuerlich gemerkt wo dieses Viertel ist;-). Der Taxifahrer hatte auf jedenfall grosse Freude an ihnen und war sehr stolz. Ohne Umwege lud mich der freundliche Herr, dann direkt vor dem Hostel ab. Es ist ganz in der Naehe des historischen Zentrums. Was heute hier los ist weiss ich nicht, jedenfalls habe ich heute Morgen, als ich aus dem Fenster auf die Gasse hinunterschaute, eine Hundertschaft (wuerkli so viel) von gut ausgeruesteten Polizisten gesehen. Jetzt hoere ich Megaphon stimmen aus der Gasse. Ich glaube ich bleibe heute im Hostel;-).
Untergebracht bin ich in einem fuenfer Zimmer mit einem etwa 35 jaehrigen Chilenen, zwei jungen Belgierinnen, einem mexikanischen Angestellten, der hier einen Kurs besucht und einem Texaner, alle sehr freundlich. Am Abend spielten die Belgierinnen der Chilene und Ich Karten um einige Pesos. Zu meinem grossen Entsetzen war die einzige gemeinsame Sprache Franzoesisch, mein Spanisch ist einfach zu schlecht. Wenigstens konnte ich so, wenn das nur Laemmel gehoehrt haette, meine letzte Franz Pruefung fast vergessen machen.
In der Nacht oder besser um vier Uhr morgens hatte dann eine der Belgierinnen einen epillepischen Anfall oder so und das ganze Zimmer kuemmerte sich liebevoll um sie, vor allem der Chilene entpuppte sich als halber Arzt. Nach einer halben Stunde kam dann ein richtiger Arzt und nahm sie gleich mit ins Spital und wir anderen schliefen weiter. Irgendwann am Morgen kam sie dann zurueck, leider konnten die Aerzte auch nicht genau sagen, was es war und sie ist immer noch ziemlich veraengstigt. Auf jeden Fall schlaeft sie im Moment friedlich... und es ist schon halb elf. Heute bleibe ich im Hostel und lese Reisefuehrer, ich fuehle mich noch ziemlich unwohl auf den Strassen.. Die sehen da einfach alle wie Verbrecher aus diese Mexikaner..
Man sollte nicht in ein Taxi einsteigen, das nicht als solches gekenntzeichnet ist oder? Doch genau dies habe ich schon kurz nach der Ankunft im Flughafen getan. Der Herr sah auch so freundlich aus, er wartete mit seinem Taxi-Ausweis beim Flughafenausgang und ich wartete auf das durch das Hostel bestellte Taxi, doch dieser Trottel kam nicht oder wartete am falschen Ort. Der freundliche Herr redete auf mich ein, wartete und ging immer weiter mit dem Preis runter. Schlussendlich sagte ich ihm, muede vom Flug, zu. Er fuehrte mich fuenf Minuten zu Fuss in eine Nebenstrasse und stieg in ein total verbeultes weisses Auto ein. Mit seiner grossen Brille, seinem sauber gebuegelten Hemd und seinen elegant geschnittenen Haaren sah der aeltere Herr alles andere als gefaehrlich aus. "Venga, Venga, Venga". Und so stieg ich halt trotzdem ein. Auf der fahrt hatte ich dann einige Adrenalinschuebe als er durch sehr aermliche und heruntergekommene Quartiere kurvte. Am Strassenrand boten sich Nutten mit grossen Ausschnitten feil. Viel viel mehr als zum Beispiel in Prag . Ich habe mir natuerlich gemerkt wo dieses Viertel ist;-). Der Taxifahrer hatte auf jedenfall grosse Freude an ihnen und war sehr stolz. Ohne Umwege lud mich der freundliche Herr, dann direkt vor dem Hostel ab. Es ist ganz in der Naehe des historischen Zentrums. Was heute hier los ist weiss ich nicht, jedenfalls habe ich heute Morgen, als ich aus dem Fenster auf die Gasse hinunterschaute, eine Hundertschaft (wuerkli so viel) von gut ausgeruesteten Polizisten gesehen. Jetzt hoere ich Megaphon stimmen aus der Gasse. Ich glaube ich bleibe heute im Hostel;-).
Untergebracht bin ich in einem fuenfer Zimmer mit einem etwa 35 jaehrigen Chilenen, zwei jungen Belgierinnen, einem mexikanischen Angestellten, der hier einen Kurs besucht und einem Texaner, alle sehr freundlich. Am Abend spielten die Belgierinnen der Chilene und Ich Karten um einige Pesos. Zu meinem grossen Entsetzen war die einzige gemeinsame Sprache Franzoesisch, mein Spanisch ist einfach zu schlecht. Wenigstens konnte ich so, wenn das nur Laemmel gehoehrt haette, meine letzte Franz Pruefung fast vergessen machen.
In der Nacht oder besser um vier Uhr morgens hatte dann eine der Belgierinnen einen epillepischen Anfall oder so und das ganze Zimmer kuemmerte sich liebevoll um sie, vor allem der Chilene entpuppte sich als halber Arzt. Nach einer halben Stunde kam dann ein richtiger Arzt und nahm sie gleich mit ins Spital und wir anderen schliefen weiter. Irgendwann am Morgen kam sie dann zurueck, leider konnten die Aerzte auch nicht genau sagen, was es war und sie ist immer noch ziemlich veraengstigt. Auf jeden Fall schlaeft sie im Moment friedlich... und es ist schon halb elf. Heute bleibe ich im Hostel und lese Reisefuehrer, ich fuehle mich noch ziemlich unwohl auf den Strassen.. Die sehen da einfach alle wie Verbrecher aus diese Mexikaner..
Montag, 14. Juli 2008
Reiseblogg

Bald werde ich aufbrechen nach Mexico City, einer Stadt mit 20 Millionen Einwohner. Die ersten 2 Wochen habe ich Zeit um Land und Leute kennenzulernen und gehörig braun zu werden, denn am 7. August werde ich hoffentlich el Clödel in Guatemala treffen. Zusammen reisen wir über Nicaragua bis nach Costa Rica, von San Jose aus fliegen wir am 5. September wieder zurück, um die jetzt schon vermissten wieder in die Arme zu schliessen. Ich habe vor an dieser Stelle Tagebucheinträge zu veröffentlich. Ich habe zwar schon in Ecuador versucht Tagebuch zu führen, doch diesmal versuche ich es so sehr wie Mister T und Madame A versuchen mit dem Rauchen aufzuhören;-). Also werden sicher regelmässige Einträge folgen.
Auf der einen Seite freue ich mich auf das Reisen, auf der anderen bin ich nervös und angespannt... So genug.. interessant wird es, wenn ich unterwegs bin.
Freitag, 6. Juni 2008
Spitalkeller

Gestern war es wieder so weit: Man traf sich in der Altstadt in einer typisch urchigen Beiz mit robusten Holztischen und groben Bänken und Stühlen mit kunstfertig geschnitzten Mustern in den Lehnen auf ein frisches St. Galler Klosterbräu. Ein schweizer Bänker, ein angehender Embassador und ein Student zugegen in frischer Runde und später zu Konzerten und Musik auf der Gasse. Gesprächsthemen gibt es derzeit viele: Die EM steht vor der Tür, das Open Air ebenfalls und nicht zuletzt dominiert neben der EM auch die Politik die Schlagzeilen. Die Vorfreude auf die EM ist gross, die Stimmung wird einmalig sein, da sind sich alle sicher, dies trotz der gierigen, und dieser Tage sehr unsympathischen UEFA. Man freut sich auf ein Volksfest und die Fahnen sind gehisst. Selten war die Ausgangslage spannender und jede Mannschaft, die Österreicher mal ausgenommen, hat das Potenzial „ihn heimzubringen“. Doch zurück zur Runde beim guten Klosterbräu, das Thema Politik und Frauen dominierten trotz der anstehenden EM. Die Frauen bleiben hier ausgeklammert, obschon interessant zu wissen ist, dass Frauen pro Tag ungefähr doppelt so viele Wörter benutzen wie Männer. Was ist Konkordanz und was Demokratie? War die Abwahl Blochers gegen die Konkordanz und gegen die Demokratie? Erstens ja, zweitens nein. Denn Konkordanz bedeutet alle starken Kräfte des Landes in die Regierung mit einzubinden und nach gemeinsamen Lösungen für Probleme zu suchen. Gegen dies war die Abwahl ein Verstoss, denn die Zürcher-SVP-Linie ist oder besser war bis vor kurzem sehr erfolgreich und hatte den grössten Wähleranteil überhaupt, folglich muss die Zürcher-SVP-Linie auch adäquat im Bundesrat vertreten sein. Und zwar diese Linie, die der Partei Erfolg gebracht hat. In einigen Punkten mag Widmer-Schlumpf auf dieser Linie politisieren in vielen allerdings nicht. Ich denke zum Beispiel an eine Mehrwertssteuer Erhöhung (Verstoss gegen den Vertrag mit dem Volk der SVP). Gegen die Demokratie nicht, denn es war ein vollkommen legitimer demokratischer und politischer Vorgang. Die jüngsten Ereignisse nach der Wahlschlappe der SVP war weiter Thema. Dabei war man sich einig, dies nicht ohne Genugtuung, dass der SVP sehr schwierigen Zeiten anbrechen und der Zenit überschritten wurde. Die SVP hat kaum noch Wachstumspotenzial, vielmehr bröckelt sie langsam auseinander. Toni Brunner spielt, die ganze Entwicklung herunter: „Reisende soll man ziehen lassen“. Doch zunehmend widerspricht sich die Partei selber. Peter Spuhler und der sonst so aggressive Baader, man denke an die Rede nach der Wahl von Widmer-Schlumpf, schlagen auf einmal mildere Töne an. „Natürlich sind andere Meinungen in einer demokratischen Partei erlaubt“. Vor kurzem tönte das noch anders: „Wer die Linien der Partei nicht trägt, der soll gehen.“ Die SVP muss ihre Reihen neu ordnen und weitere Abspaltungen zu verhindern versuchen. Sonst verliert sie weiter an politischem Einfluss.
Das Abstimmungsresultat am vergangenen Wochenende ist übrigens für die Demokratie und den Rechtsstaat Schweiz ein hervorragendes und lässt mich in den Zeiten der starken SVP (sind die schon vorbei?) aufatmen. Nach weiteren Bieren und immer lautstärkeren Argumentationen entschloss man sich, die Stimmung mit Musik, im schon sehr fröhlichen Waaghaus abkühlen zu lassen.
Sonntag, 6. April 2008
Postaufklärung? - Leider Nein!

Auch in der Schweiz, einer der ältesten Demokratien überhaupt, lohnt sich dieser Tage ein Blick in das Zeitalter der Aufklärung, die Geburtszeit aller Demokratien und die Zeit der bedeutenden Gesellschaftsrevolutionen. Amerika und Frankreich sprengten die eisernen Fesseln eigener Unmündigkeit und brachten Licht ins Dunkel. Zumindest kurzfristig.
Wachgerüttelt durch die Denker der Zeit begann sich das Volk im 18. Jahrhundert gegen die nach Kant „selbstverschuldete“ Unmündigkeit, Ungleichheit und Unterdrückung zu wehren. Stimmen gegen die Ungerechtigkeiten der Monarchie wurden laut: „Monarchie und Erbfolge haben nichts anderes bewirkt, als die Welt in Schutt und Asche zu legen (Thomas Paine1776 Philadelphia) oder der viel zitierte Ausspruch Kants (1784). Sapere Aude! Habet Mut euch eures Verstandes zu benutzen und tretet heraus, aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit.
Die Aufklärung fand in Zeiten statt, in denen der glaube an Religion und die Monarchie das Weltbild der Bürger bestimmte.
Zeiten des Verstandes und der Zweckmässigkeit sollten Zeiten der Unfreiheit und des Gehorsams ablösen, das System hinterfragt, und die Rechte und Pflichten der Bürger beständig auf ihren Sinn und Notwendigkeit überprüft werden.
Den Akteuren der Aufklärung war die geschichtliche Tragweite ihrer Handlungen schon damals bewusst, sie strotzten vor Zuversicht, Zukunftsglaube und Selbstvertrauen:
„Die Sonne schien noch nie auf eine Sache von grösserer Bedeutung(..) die Nachwelt ist unmittelbar in diesen Kampf verwickelt(...) Eine neue Denkweise ist entstanden.“
(Thomas Paine 1776 Philadelphia)
Der Erfolg der Aufklärung aber war kurzfristig, aus der französischen Revolution trat Napoleon hervor und aus der Russischen Stalin, einzig in den USA schien der Erfolg von Dauer. Hierzu aus Präsident Jeffersons Antrittsrede im Jahre 1801:
„Ich bin überzeugt Demokratie ist die stärkste Staatsform der Welt. (...) Manche sagen, man könne Menschen die Herrschaft über sich selbst nicht anvertrauen. Kann man ihnen dann eher die Herrschaft über andere anvertrauen? Oder haben wir Engel in der Gestalt von Königen gefunden, um die Menschen zu beherrschen? Lasst die Geschichte diese Fragen beantworten.“
In der Tat ist die Nachwelt noch immer in diesem Kampfe gegen die Unmündigkeit und für den Verstand, Ratio statt Ematio, verwickelt und der Aufklärungs-Diskurs brandaktuell.
Wo sind die Intellektuellen heute? Die Avantgardisten? Die Aufklärer? Ein Rousseau, Kant oder Voltaire, die die Gesellschaftsstrukturen kritisch hinterfragen? Nachfolger von Frisch oder Dürrenmatt, die am politischen Zeitgeschehen mitwirken?
„Sind es nun die Medien, die an der Stimme des Intellektuellen nicht interessiert sind, oder haben die Schriftsteller schlicht kein Interesse mehr?“ fragt Alois Bischof in diesem Zusammenhang im St. Galler Tagblatt vom 05. April 2008, oder weiter „Schleicht sich noch Verantwortung ein oder gibt es eventuell rein gar nichts mehr abzulehnen in diesen Zeiten, in denen das Goldene Kalb immer goldener, der Tanz rasender und gieriger wird?“ Oder anders gesagt aus Meienbergs Frisch Gedicht
Nachtsichtiger Vogel / Du fehlst den Mäusen
Die heutige Gesellschaft besteht aus zu vielen Schweigern, die ihrem täglichen Streben nachgehen ohne auch nur an politische Belange zu denken. Bei der Lektüre von „20 Minuten“, „Heute“ oder den rasanten Kurznachrichten im Fernsehen stellt sich ein Gefühl von Informiertheit ein, doch ein austreten aus der Unmündigkeit oder der Gebrauch des Verstandes wird weder angestrebt noch erreicht. Wirklich Wissen wird im Endeffekt kaum vermittelt. Mit Verstand hinterfragt wird das gesehene oder gehörte noch viel weniger.
Bereits John Locke erkannte, dass das Volk nicht nur das Recht auf Widerstand hat, sondern auch die Pflicht Widerstand zu leisten. Um dies wahrzunehmen müssen die Bürger informiert und mündig sein, um nicht emotionelle sondern rationelle Entscheide zu treffen. Hier spielen die Medien eine tragende Rolle, wobei sie ein Spiegelbild der Gesellschaft sind und sich über die Bedürfnisse der Rezipienten definieren. Schon in der ersten Staatsverfassung, die 1776 angenommen wurde, in der Virginia Bill of Rights, stand „Die Freiheit der Presse ist eines der Starken Bollwerke der Freiheit“.
Wie frei ist heute die Presse? Gefangen im ökonomischen Gewinndruck, dass zu schreiben, was die Leute lesen wollen oder was sie meinen, dass die Leute lesen wollen. „Vernünftig ist was rentiert“, stellte 1985 Max Frisch an den Solothurner Literaturtagen fest und behauptete die Aufklärung sei gescheitert.
Unser Zeitalter ist das Zeitalter der Schlagzeilen oder das Zeitalter falscher Informiertheit und Überinformiertheit aber doch nicht Informiertheit. Das Zeitalter der Beschleunigung (vgl. Christoph Müller, Tagesanzeiger 12.06.07).
In der Schweiz ist das meistgelesene Medium das „20 Minuten“. Der Bürger sucht nicht im Sumpf der vielen vorhandenen Informationen, sondern lässt sich bedienen, lässt sich die Informationen von Obrigen und Medien servieren, es ist anstrengend sich seines eigenen Verstandes zu bedienen und bequem die Autoritäten für sich entscheiden zu lassen.
Dazu notiert Lichtenberg: „Man spricht viel von Aufklärung und wünscht mehr Licht. Mein Gott, was hilft aber Licht, wenn die Leute keine Augen haben, oder die, die sie haben, vorsätzlich verschliessen?“
So ist es nicht verwunderlich das autoritäre Systeme eine Renaissance erleben. Die klar strukturierte und geführte SVP, die es versteht ihre Anliegen auf Schlagzeilengrösse zu reduzieren erlebt einen beispiellosen Aufschwung. Die Religion und weniger die Vernunft spielt in der Weltpolitik eine immer wichtigere Rolle. Die Mehrheit der Bürger zieht die „selbstverschuldete Unmündigkeit“ der anstrengenden Benutzung des Verstandes vor. Medien werden gelesen, doch kaum hinterfragt. Was geschrieben steht wird als wahr akzeptiert und kaum hinterfragt. Die Informationen sind einseitig, der Weltauschnitt den sie zeigen klein und wenig differenziert. Die Relevanz in der öffentlichen Debatte stattfindenden Diskurse ist häufig fraglich. Wichtige Themen werden aufgrund ihrer Komplexität stark reduktionistisch und damit verfälscht oder gar nicht dargestellt. Abstimmen geht nicht einmal jeder Zweite.
Es wäre wichtig sich die Maximen der Demokratie und den schmerzhaften und blutigen Effort, der nötig war um den Verstand siegen zu lassen immer und immer wieder vor Augen zu führen.
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