„Gelb, tropisch, aussergewöhnlich“ – die Geschichte von Chiquita Banana, dem kleinen, gierigen Mädchen, das schnell gross und hungrig wurde.
Auf die Welt kam Chiquita, was auf Spanisch „kleines Mädchen“ bedeutet, im Jahr 1944 in den USA. Chiquita war vorerst nur der Name eines Produktes: Bananen, die durch den US-Multi, United Fruit Company, vertrieben wurden. Nach dem Durchbruch der Chi-quita Banana in Europa und Nordamerika, übernahm die United Fru-it Company den Namen des erfolgreichen Produktes gleich selber und war fortan: Chiquita Brands International.
Chiquita ganz gross
Die Idee, eine Frucht mit einem Namen und einem niedlichen Ge-sicht auszustatten, fand anklang. Die fröhliche, kleine Banane tanzte ab den 50er Jahren über die Bildschirme. Der tropischen Musik und dem süssen schmackhaften Lächeln der „Miss Chiquita“ konnte kaum jemand widerstehen und so kannten bereits im Jahr 1973, 90 Prozent der europäischen Konsumenten den Namen Chiquita. Später wurde die lustige Trickfilmbanane von einer etwas ernsteren Lady als Firmensymbol abgelöst, gerade rechtzeitig, um den zunehmend scharfen Vorwürfen entgegenzutreten.
Saurer Beigeschmack
Die Unterstützung von Paramilitärs in Kolumbien, umweltschädliche Monokulturen, Ausbeutung der Arbeiterschaft, das Verspritzen von Pestiziden auf Plantagen ¬¬– harte Vorwürfe, die immer mehr am Image der „Miss Chiquita“ nagten. Doch Chiquita Brands Internati-onal bemüht sich, die alte, braun gewordene Schale abzustreifen und beginnt ab den 90er Jahren mit Umweltverbänden zusammenzuar-beiten. „Der Krake“, so wurde Chiquita damals auch bezeichnet, wurde langsam zum grünen niedlichen Frosch, der als Galionsfigur alle ökologischen Zweifel von beginn weg ausräumen soll.
Der süsse Frosch hüpft in Werbeclips über die Fernsehschirme, sieht dabei unschuldig aus wie damals die Banane. Die Musik ist fröhlich wie damals, als das Geld für die Terrororganisation AUC in Kolum-bien sprudelte und das Destabilisieren von Regierungen, der wirt-schaftlich schwachen Länder Zentralamerikas, Teil der Strategie war. Die Frage ist, was sich bei Chiquita wirklich geändert hat. Das Chiquita Lied zumindest ist noch dasselbe wie vor 50 Jahren.
Sonntag, 11. Januar 2009
Dienstag, 6. Januar 2009
Freitag, 19. Dezember 2008
Freitag, 12. Dezember 2008
“Konkordanz gerettet”

Ich schätze die “Weltwoche“, sie setzt die Themen interessant, die Artikel sind häufig gut recherchiert und beleuchten Themen aus verschiedenen und ungewohnten Perspektiven. Bei den letzten beiden Titeln sträubten sich mir jedoch die Haare. Die „Weltwoche“ übernahm die Parteibotschaft der SVP gleich auf dem Titelblatt. Ich habe immer bestritten, dass die „Weltwoche“ Sprachrohr der SVP sei, doch dieser Tage fällt es schwer: Die Linken und (breite) Teile der Mitte wollen die Konkordanz zerstören. Dabei muss der „Weltwoche“ (unerklärlicherweise) völlig entgangen sein, dass das Parlament ausschliesslich Kandidaten der SVP wählte. Das Parlament hat deutlich bewiesen, dass es zur Konkordanz steht.
Toni Brunner von der SVP geht noch einen Schritt weiter und kündigt an, bei der nächsten Bundesratswahl keinen SP Kandidaten zu unterstützen, da diese ja ihren Kandidaten auch nicht gewählt hätten. Er fordert einen zweiten Bundesratssitz für die SVP zu Lasten der SP. Das widerspricht jedoch klar der Konkordanz, da die SP mit ihren 21.5% Wahlanteil Anspruch auf zwei Sitze hat und die SVP dann gleich drei Politiker im Bundesrat hätte, die SVP Politik betreiben. Zudem wage ich zu bezweifeln, dass die SVP in der nächsten Legislaturperiode noch 30% Wähleranteil haben wird.
Rein arithmetisch müsste der Bundesrat wie folgt aussehen:
Grüne 1
SVP 2
SP 2
FDP 1
CVP 1
Sonntag, 7. Dezember 2008
Blocher über sich: „Du bist der best geeignete. Sag ja!“

Bei der kommenden Bundesratswahl geht es um mehr als Personen, es geht ums Selbstverständnis der grössten Partei der Schweiz und um die politische Kultur. Blocher behauptet sogar um das politische System der Konkordanz, was richtig ist, doch nicht so wie Blocher es meint, die SVP untergräbt die Konkordanz, indem sie Ueli Maurer und Blocher aufstellt.
Fakt ist, die Blochersche Linie, welche Maurer auch vertritt, hat die SVP gross gemacht folglich hat sie Anspruch auf einen Bundesratssitz. Dass dem so ist, bestreiten SP, CVP und FDP nicht, sie betonen, dass die SVP diesen Anspruch hat, sie WOLLEN einen SVP Kandidaten wählen. Mit der Zweierkandidatur und dem Zusatz in den Parteistatuten, dass ein nichtvorgeschlagener SVP Politiker bei Annahme der Wahl aus der Partei ausgeschlossen wird, untergräbt die SVP die Wahlfreiheit des Parlaments, und damit auch die Konkordanz. Die Schweiz ist keine Parteiendemokratie, sondern eine Basisdemokratie, eine einzelne Partei kann und darf ihren Bundesrat nicht selber auswählen. Auch bei Volkswahlen haben es Hardliner schwer in Exekutiv-Ämter gewählt zu werden und das ist vor dem Parlament nicht anders: Ueli Mauerer wurde nicht Ständerat und Ulrich Schlüer nicht Nationalrat.
Genau das versucht die SVP aber mit diesem Zweierticket: einen Hardliner in den Bundesrat bringen. Dies obwohl das schweizerische System darauf angelegt ist, keine Extreme zuzulassen, was überaus wichtig ist. Beide Kandidaten sind zu Extrem und deshalb nicht für den Bundesrat geeignet (ebenso wenig wie der Sprengkandidat der Grünen): Ueli Maurer war massgeblich an kontroversen Plakatkampagnen beteiligt, die das politische Klima in der Schweiz nachhaltig verändert haben, er hat politische Personen persönlich und massiv angegriffen und ist für die Minarett- und die Ausschaffungsinitiative. Die Qualität einer Demokratie kann massgeblich daran gemessen werden wie sie mit Minderheiten umgeht. Der gute Umgang mit Minoritäten ist eine der grössten Errungenschaften der Schweiz und darf nicht aufs Spiel gesetzt werden.
Der Bundesrat ist keine Institution, in der einfach Parteipolitik betrieben werden darf. Der Sinn dieser Institution ist, dass kompromissfähige Leute gemeinsam pragmatische Lösungen finden und dann diese nach aussen vertreten. Das heisst nicht, dass nicht kontroverse Diskussionen stattfinden dürfen oder sogar müssen.
Ein Bundesrat hat eine Vorbildfunktion und muss im Notfall den Rechtsstaat und die Demokratie verteidigen, wie ist dies möglich, wenn man für die Sippenhaft ist?
Blocher betont, dass bei einer Nichtwahl seiner Selbst das Parlament die Verantwortung trägt, nichts ist logischer als das. Ich hoffe das Parlament ist mutig genug, trägt die Verantwortung und wählt für die Konkordanz einen mehrheitsfähigen linientreuen Politiker der SVP, den die SVP, bei einer Annahme der Wahl, leider wieder diskriminieren wird.
PS: Was hat diese Wahl mit der Wirtschaftskrise zu tun, wovor Blocher immerfort warnt und sogar droht? Ich hoffe doch, dass das Parlament den Geeignetsten wählt, Krise hin oder her.
Dienstag, 14. Oktober 2008
Montag, 6. Oktober 2008
Canopy in Costa Rica, Video von einem begeisterten Amerikaner
american: "what did u do this afternoon? we: "we were tired and chilled and read the whole afternoon", american: "wooooooooooooooooooouuuuuwwwwww", "where do u guys come from", we: "Switzerland". american: "woooooooooooouuuuuuuwwwww". Now I just say "wooouwwwwww, nice video Joe (the american)".... Aaaaaand here he is:
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